Unsere Genossenschaft hat Carsharing in der Schweiz über mehrere Jahrzehnte etabliert und das Rüstzeug, diese nachhaltige Mobilitätsform noch stärker zu verbreiten. Dabei stehen wir in harter Konkurrenz zum privaten Auto, welches nach wie vor viele Vorteile auf seiner Seite weiss: Es ist immer da, bequem und kostet in den Köpfen der Menschen nicht sehr viel (auch wenn das nachweislich falsch ist).
Um diese Lücke zu schliessen und Carsharing noch attraktiver zu machen, bauen wir das Angebot aus und verdichten das Netz sowohl in Ballungsgebieten als auch in ländlichen Regionen. So stellen wir sicher, dass unsere Nutzenden möglichst immer eine Alternative in der Nähe zur Verfügung haben, falls das nächste Auto bereits besetzt ist. Diesen Ausbau tätigen wir mutig und ohne Zögern. Im vergangenen Jahr sind bereits über 200 Fahrzeuge hinzugekommen. Und dieses Jahr werden es nochmals mehr. Gleichzeitig investieren wir weiter in unsere digitalen Kompetenzen und Systeme, um den Kundinnen und Kunden einen zuverlässigen und intuitiven Service bieten zu können. Dazu gehört auch, dass die ganze geschäftliche Carsharing-Nutzung in eine neue Welt überführt wird. Dieser Prozess hat Mitte 2025 gestartet und wird dieses Jahr abgeschlossen. Das hat unter anderem den positiven Effekt, dass Nutzende künftig mit einem Klick zwischen privaten und geschäftlichen Fahrten wechseln können.
Wachstum, Digitalisierung und natürlich die laufende Umstellung auf Elektromobilität: Das alles kostet Geld. Mobility investiert über die nächsten Jahre einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Wir tun dies aus einer Position der Stärke. Die finanzielle Lage ist solide und wir verfügen über die nötigen liquiden Mittel.
Wir skalieren unseren nachhaltigen Mobilitätsservice, um noch mehr Menschen den Zugang zu Carsharing zu ermöglichen und auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Mobilitätsherausforderungen in der Schweiz zu leisten.
Was mich besonders zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt, ist unser Vorteil gegenüber anderen Anbietern: unsere Community. Ich erlebe bei unseren Delegierten und Genossenschafter:innen ein grosses Bedürfnis, Mobility und Carsharing zu unterstützen. Im vergangenen Jahr halfen sie zum Beispiel als Expertinnen und Experten in Fokusgruppen, präsentierten Mobility vor Ort an Events für Neuzuzüger oder agierten als Coaches bei Elektroschulungen. Diese Hilfe zur Selbsthilfe dürfen und müssen wir noch besser einsetzen – ganz nach unserer Vision: Gemeinsam gestalten wir die Mobilität der Zukunft.
Nun wünsche ich euch viel Spass mit dem Geschäftsbericht 2025.
Raoul Stöckle, Verwaltungsratspräsident