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Geschäftsbericht 2025

Zum Umweltbericht 2025

1 Einleitung

Wir wachsen für unsere Kundschaft

Liebe Genossenschafter:innen und Freunde von Mobility

Manchmal täuscht der Eindruck. 2025 war für Mobility von aussen betrachtet eher ruhig – ohne medienwirksame Pilotprojekte oder grosse Veränderungen im Carsharing-Service. Aber hinter den Kulissen wurden wichtige Entscheide gefällt und Projekte gestartet, die 2026 und darüber hinaus für unsere Kundschaft seh- und spürbar sind.

2 Jahresbilanz

2025 in Kürze

Die Mobility Genossenschaft realisiert den grössten Fahrzeug-Ausbau seit 17 Jahren

2025 markiert für Mobility den Start der Wachstumsphase. Zuvor hat sich die Zahl der Fahrzeuge lange Zeit auf einem ähnlichen Niveau bewegt – bei etwa 3’000. Im vergangenen Geschäftsjahr aber werden 210 zusätzliche Autos platziert. So viele, wie seit 2008 nicht mehr. Damit stehen schweizweit nun 3’260 geteilte Fahrzeuge zur Verfügung. Gleichzeitig erweitert Mobility die Anzahl Standorte auf 1’650. Ende Jahr zählt die Genossenschaft 298’000 Nutzende und 5’700 Geschäftskunden. Fast 200 zusätzliche Unternehmen und Gemeinden setzen somit neu auf unser Carsharing-Angebot.

Finanzen: höherer Unternehmensverlust aufgrund ausserordentlicher Abschreibungen

Mobility hat im Rahmen der Wachstumsstrategie 2025 grosse Investitionen in neue Fahrzeuge und die Digitalisierung getätigt und deshalb einen Verlust von CHF -3 Millionen budgetiert. Dieses Ziel ist erreicht und übertroffen worden. Wegen ausserordentlichen Abschreibungen von CHF 2.4 Millionen aus dem Tech-Bereich schliesst die Genossenschaft das Geschäftsjahr aber mit einem Ergebnis von -4.5 Millionen ab – bei einem leicht höheren Umsatz von CHF 82.1 Millionen. Die ausserordentlichen Abschreibungen stehen im Zusammenhang mit einem strategischen Entscheid, technologische Entwicklungen künftig selber umzusetzen und dafür unabhängiger von externen Dienstleistern zu werden. Kurzfristig belastet dieser Schritt das Resultat, langfristig wird sich der Entscheid positiv auf die Finanzen und die Wettbewerbsfähigkeit auswirken.

Trotz des negativen Jahresergebnisses ist Mobility finanziell solide aufgestellt. Die Genossenschaft verfügt über genügend liquide Mittel sowie einen hohen Eigenfinanzierungsgrad. Aus dieser Position der Stärke investiert Mobility in den kommenden Jahren einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in den Ausbau des Angebots. Allein in den nächsten drei Jahren sollen 1’000 zusätzliche Autos für die Kundschaft bereitgestellt werden.

Highlights

Reihe von Carsharing-Fahrzeugen auf Parkplatz vor Bahnhofsgebäude in ländlicher Umgebung.

Mobility baut das Angebot STARK aus

Den Nutzenden stehen immer mehr Mobility-Autos zur Verfügung. 2025 platziert die Genossenschaft 210 zusätzliche Fahrzeuge. Einen grösseren Ausbau gab’s letztmals 2008 (+250). Auch die Zahl der Standorte wächst – um 50. Jedes zusätzliche Auto bedeutet: Ort definieren, Parkplatz finden, Markierungen anbringen und Zugang sicherstellen. Und bei E-Autos kommt die Ladeinfrastruktur hinzu.

Person steckt Ladekabel in Elektroauto an öffentlicher Ladestation und lädt Fahrzeug mit Strom.

Test mit E-Autos ohne Ladestation

Im Frühling 2025 startet ein Projekt mit 16 E-Autos ohne eigene Ladestation. Nutzende sollen – wie bei Verbrennern – unterwegs laden. Im Gegenzug erhalten sie eine Gutschrift. Darüber hinaus helfen «Loading Angels» aus der Community, wenn der Batteriestand mal sehr tief ist. Das Projekt läuft ein Jahr. Die Erkenntnisse daraus fliessen in die weitere Planung. Mehr zur Elektrifizierung.

Frau steht neben rotem Mobility-Carsharing-Auto mit geöffneter Tür und nutzt geteilte Mobilität im Alltag.

Hohe Zufriedenheit der Nutzenden

Mobility erreicht 2025 im Schnitt eine Weiterempfehlungsrate von 55.4 Punkten beim Net Promoter Score (NPS) und liegt im «Exzellenz-Bereich» (Skala von -100 bis +100). Im Vorjahr lag der Wert bei 63.6. Neu werden Nutzende laufend befragt, hauptsächlich nach einer Fahrt oder einem Kontakt mit dem Kundenservice. Der Vorteil gegenüber der bisherigen jährlichen Befragung: direkte und aussagekräftigere Resultate.

Reihe roter Mobility-Transporter auf Parkplatz als Teil einer Carsharing-Fahrzeugflotte.

Mehr Transporter in der Flotte

Die Nachfrage nach flexiblen Transportmöglichkeiten wächst. Deshalb reagiert Mobility und nimmt 50 zusätzliche Transporter in die Flotte auf. Die robusten Fahrzeuge sind ideal für Umzüge, Grosseinkäufe im Möbelhaus oder andere umfangreiche Transporte. Inzwischen stehen schweizweit über 200 Autos in dieser Kategorie zur Verfügung – sowohl als fossile als auch elektrische Variante.

Drei Personen fahren gemeinsam in einem Mobility-Carsharing-Auto und unterhalten sich während der Fahrt.

Podcast aus dem Mobility-Auto

2025 hat der Mobility-Podcast «abgfahre» vom Studio ins Auto gewechselt. Seither chauffiert Gastgeber Manuel spannende Persönlichkeiten durch die Schweiz. Daraus entstehen unerwartete Einblicke, überraschende Momente und Begegnungen, die zeigen, was unsere Gäste einzigartig macht. Zu finden auf allen gängigen Podcast-Plattformen und auf der Mobility-Webseite.

Hand hält Smartphone mit Mobility-App zur Suche und Buchung eines Carsharing-Fahrzeugs.

Neue App-Funktion

Im Sommer 2025 hat Mobility die App um eine neue Funktion erweitert. Nutzende können sich neu informieren lassen, falls der Vorgänger oder die Vorgängerin das Auto früher zurückbringt und die Reservation beendet. Dies ermöglicht den Kundinnen und Kunden, das Fahrzeug bei Bedarf vorzeitig zu nutzen. Gleichzeitig werden die Stehzeiten der Fahrzeuge dadurch verringert.

Frau im roten Anzug lehnt an Hauswand neben Mobility-Carsharing-Fahrzeug in der Stadt.

Verbesserung für Geschäftskundschaft

Mehr als 5’700 Unternehmen nutzen Mobility für ihre Geschäftsfahrten. Bisher lief das hauptsächlich über geteilte Mobility-Karten. Doch seit Sommer 2025 ändert sich das: Neu werden alle Mitarbeitenden registriert, was einerseits mehr Transparenz in der Nutzung gibt und andererseits ermöglicht, Carsharing bei Bedarf auch privat zu nutzen. Eine kurze Umstellung in der App reicht dafür.

4 Mobility in Zahlen

Das Carsharing-Angebot wächst

0

Fahrzeuge (+210)

0

Standorte (+50)

Anzahl Fahrzeuge

Anzahl Fahrzeuge

707

E-Fahrzeuge(+80)

298’000

Kundinnen und Kunden (+ 14’000)

Anzahl Kundinnen und Kunden

Anzahl Kundinnen und Kunden

76’000

Genossenschafter:innen

Wer Teil der Genossenschaft wird, profitiert von besonders attraktiven Konditionen.

55.4

Net Promoter Score (2024: 63.6)

Die Zufriedenheit der Nutzenden bleibt auf einem exzellenten Wert (Skala: −100 bis +100). Neu finden die Befragungen täglich statt.

0

Standorte an Bahnhöfen (−18)

0

Fahrzeuge an Bahnhöfen (+40)
Mann reinigt den Scheibenwischer eines roten Mobility-Carsharing-Autos im Freien.

Julian Fäs — TEAMLEITER SERVICEMOBILER

«Meine Tätigkeit bei Mobility ist sinnstiftend: Wir entlasten den Verkehr, reduzieren den Bedarf an privaten Fahrzeugen und tragen so zu einer besseren Stadtplanung und höheren Lebensqualität bei.»

Mobility wächst: am Beispiel des Kantons Genf
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5 Genossenschaftswesen

Die Delegierten wählen Laurent Roux in den Verwaltungsrat

Mitte Mai 2025 fand in Olten die 28. Delegiertenversammlung der Mobility Genossenschaft statt. Dort wählten die Delegierten mit Laurent Roux ein neues Mitglied in den Verwaltungsrat. Dies, weil sich Markus Mahler, bisheriger Verwaltungsratspräsident, dazu entschieden hatte, Mobility nach fünf Jahren zu verlassen und sich vermehrt operativen Aufgaben und der eigenen Firma zu widmen.

Laurent Roux (mit schwarzem Pullover) lächelt in die Kamera und lehnt an einem Tisch im Büro.
«Ich sehe mein Mandat als Chance, einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Carsharing-Idee zu leisten und damit zur Lösung der Verkehrssituation in Städten und Agglomerationen beizutragen.»
Laurent Roux — VERWALTUNGSRAT

Laurent Roux ist seit 2021 CEO der Verkehrsbetriebe Luzern AG (VBL AG) und Vorstandsmitglied des Verbands öffentlicher Verkehr (VöV). Die Delegierten bestätigten zudem die bisherigen Verwaltungsratsmitglieder Carol Chisholm, Rebecca Karbaumer, Raoul Stöckle und Matthias Wunderlin.

Das Delegiertenamt – auch was für dich?

Bei Mobility gibt’s 150 Delegierte. Diese repräsentieren die Genossenschafter:innen ihrer jeweiligen Sektion und bestimmen die Zukunft unserer Genossenschaft mit. Sie stellen Anträge, wählen Verwaltungsratsmitglieder, nehmen die Rechnung und den Jahresbericht ab. Darüber hinaus erhalten sie intime Einblicke in das Unternehmen Mobility und können ihre Ideen direkt einbringen.

Delegierte und Ersatzdelegierte werden jeweils für zwei Jahre gewählt. Das nächste Mal an den Member-Meetings der Sektionen Anfang 2027. Der Zeitaufwand für das Delegiertenamt beträgt nur ca. drei Tage pro Jahr (Delegiertenversammlung, Delegiertenforum, Member-Meeting). Und als Goodie erhältst du 20 Prozent Rabatt auf deine Mobility-Fahrten (Stunden- und Kilometertarif).

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6 Arbeiten bei Mobility

Mobility holt sich wichtiges Know-how ins Haus

2024 wurde bei Mobility der strategische Entscheid gefällt, die internen Kompetenzen für Digitalisierung und Technik aufzubauen. Im vergangenen Geschäftsjahr gab’s dazu verschiedene Massnahmen und Meilensteine:

  • Insourcing Proreda: Mobility hat das fünfköpfige Team des langjährigen Technik-Dienstleisters Proreda übernommen. Wir nutzen das interne Know-how nun, um die Transformation auf zukunftsfähige Systeme zu beschleunigen. Gleichzeitig bleibt der Betrieb der Mobility-eigenen Plattform MobiSys gesichert.
  • Salesforce-Kompetenz: Bereits 2024 haben wir drei zusätzliche Salesforce-Fachleute eingestellt. Zusammen mit den bestehenden Experten helfen sie Mobility, die Plattform für Kundenbeziehungen langfristig optimal zu nutzen.
  • Neue Teamstruktur: Im Rahmen der Organisationsentwicklung hat Mobility nutzer- und wertstromorientierte Teams gebildet. Diese können nun deutlich effektiver auf Kundenbedürfnisse eingehen.
  • Competence Center Tessin: Mobility hat im Südkanton eine Niederlassung eröffnet und sechs Kollegen eingestellt und eingearbeitet. Auch in Zukunft will Mobility technische Kompetenzen verstärkt im Tessin aufbauen – in enger Zusammenarbeit mit Rotkreuz.

Den eingeschlagenen Weg wird Mobility 2026 konsequent weiterverfolgen. Unser Ziel ist es, bis zum Jahresende sämtliche Abhängigkeiten von externen Softwaredienstleistern abgelöst zu haben. Damit sparen wir längerfristig nicht nur Kosten, sondern werden auch agiler und können schneller auf Kundenbedürfnisse reagieren.

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Mitarbeitende (217 FTE)

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Lernende
Noëlle Fischer lächelt in modernem Büro und blickt freundlich in die Kamera.

Noëlle Fischer — NATIONAL ACCOUNT MANAGERIN

«Bei Mobility schätze ich die selbstbestimmte Arbeit im tollen Team und das gemeinsame Wirken mit Partnern auf Augenhöhe.»

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der Mitarbeitenden arbeiten Teilzeit

2025 beschäftigt die Mobility Genossenschaft im Durchschnitt 238 Mitarbeitende (-2). Dazu gehören sowohl die ServiceMobiler im Aussendienst als auch die Angestellten am Sitz in Rotkreuz. 26 Prozent der Mitarbeitenden arbeiten Teilzeit, entsprechend liegt das Vollzeitäquivalent (FTE) etwas tiefer bei 217.

Gemeinsam stark:
Die Community packt mit an
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7 Social Media

Mit bekannten Creators zu mehr Reichweite

Mobility ist auf verschiedenen Social-Media-Kanälen aktiv – von LinkedIn über Instagram bis TikTok. Dabei erstellt das Unternehmen eigene Inhalte, geht in den aktiven Austausch mit der Community und arbeitet vermehrt auch mit bekannten Social-Media-Persönlichkeiten, sogenannten Creators, zusammen.

2025 realisierten wir insgesamt 25 Kollaborationsvideos mit sechs verschiedenen Creators. Diese Inhalte erzielten rund 3 Millionen Impressionen und wurden von 1.5 Millionen Personen gesehen. Durch die Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten aus ganz unterschiedlichen Bereichen konnten wir neue Zielgruppen erschliessen und unsere Themen authentisch sowie nahbar vermitteln.

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Impressionen über alle Social-Media-Kanäle

Parallel dazu produzierte Mobility mithilfe von Mitarbeitenden eigene News- und Erklärvideos. In diesen werden aktuelle Themen der Genossenschaft aufgegriffen und Inhalte rund um Carsharing verständlich erklärt.

Ergänzend engagierten sich zahlreiche Mitarbeitende im Rahmen des Corporate-Ambassadoren-Programms und veröffentlichten persönliche Beiträge auf ihren eigenen Social-Media-Kanälen. Dadurch erhalten die Leute direkte Einblicke in den Arbeitsalltag von Mobility oder sehen, wie die Mitarbeitenden Carsharing selber nutzen. Gleichzeitig steigert die Genossenschaft die Sichtbarkeit und erreicht auch hier zusätzliche Zielgruppen.

Alle Social-Media-Kanäle von Mobility zusammengenommen zählen rund 25’000 Follower:innen. Besonders positiv: 2025 konnten wir die Community auf Instagram und LinkedIn jeweils um 20 Prozent ausbauen. Zum Abschluss eine bemerkenswerte Zahl: Insgesamt erzielten die Inhalte von Mobility (inklusive bezahlter Massnahmen) über alle Plattformen hinweg über 50 Millionen Impressionen.

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Follower:innen auf allen Kanälen zusammen

Mobility in den sozialen Medien folgen