Markus Broder, Mobility steht für Bewegung. Stimmt der Eindruck, dass bei euch in den vergangenen Jahren auch hinter den Kulissen einiges ins Rollen gekommen ist?
Markus: Es hat sich tatsächlich vieles bewegt. Wir haben unsere Art der Zusammenarbeit weiterentwickelt, treffen Entscheidungen anders als noch vor einigen Jahren und arbeiten kontinuierlich daran, unsere Angebote näher an den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden auszurichten. Vor allem aber ist die Bereitschaft, Dinge zu hinterfragen und neu anzugehen, heute deutlich spürbarer.
Was war der Auslöser für diese Entwicklung?
Es war kein einzelner Entscheid, sondern ein schrittweiser Prozess.
Der Alltag hat sich massiv beschleunigt: Kundinnen und Kunden buchen heute Fahrzeuge per App, sie erwarten verlässliche Informationen in Echtzeit und einfache Abläufe – von der Reservation bis zur Abrechnung. Wenn etwas nicht funktioniert, wird das sofort wahrgenommen. Wir haben gemerkt, dass teilweise zu viel Zeit verging, bis eine Lösung bei den Kundinnen und Kunden ankam.
Welche Konsequenzen hat Mobility daraus gezogen?
Eine wichtige Konsequenz war, das vorhandene Wissen gezielt zu stärken. Die Folge: Wir sind heute viel weniger stark von externen Partnern abhängig und entwickeln zentrale digitale Angebote selbst – dazu gehört etwa die App, das Kundenportal oder neue Self-Service-Lösungen für Firmenkunden. So entstehen Lösungen dort, wo Wissen über die Kundinnen und Kunden, unsere Produkte und die Technologie dahinter direkt zusammenkommt.
Verändert sich dadurch auch der Blick auf neue Angebote?
Unsere Arbeit beginnt immer mit der Frage, was Nutzerinnen und Nutzer im Alltag tatsächlich brauchen. Wir überlegen uns also nicht zuerst, was wir alles anbieten könnten, sondern welches konkrete Problem wir lösen wollen. Dafür schauen wir uns typische Situationen an – etwa einen Umzug, einen Einkauf im Möbelhaus oder einen spontanen Wochenendausflug. Entscheidend ist, ob eine Lösung den Alltag wirklich erleichtert, zum Beispiel durch einfachere Buchungen, weniger Rückfragen beim Kundendienst oder reibungslosere Abläufe.
Demnach verändert sich auch die Zusammenarbeit innerhalb von Mobility?
Genau. Wir sind stetig dabei, Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen enger zusammenzubringen. Kolleginnen und Kollegen aus dem Produktmanagement, dem Kundendienst, dem Marketing oder der IT arbeiten oft Hand in Hand. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen: Ziel sind abteilungsübergreifende Teams, die gemeinsam Verantwortung für ein Thema oder ein Kundenerlebnis übernehmen.
Was unterscheidet diese Arbeitsweise von früher?
Früher wurde vieles lange im stillen Kämmerlein entwickelt. Wir müssen jedoch den Mut haben, Dinge früh auszuprobieren – und sie auch wieder zu stoppen, wenn sie keinen Mehrwert bringen. Heute sehen wir alle regelmässig, woran gearbeitet wird, holen früh Feedback ein und können gemeinsam nachjustieren.