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Wir suchen Leute, die bereits Erfahrungen mit E-Autos gemacht haben und ihr Wissen als Carsharing Coach an Events an die Mobility-Community weitergeben.
Zum FormularUm Elektromobilität führt kein Weg herum. Aber wie lässt sich diese Technologie langfristig sinnvoll mit Carsharing kombinieren? Und was kann die Genossenschaft tun, um Berührungsängste abzubauen? Die Antworten kommen mitten aus der Community.

«Die Rahmenbedingungen für die Elektromobilität sind nirgendwo in Europa so schlecht wie in der Schweiz», sagt der Branchenverband der Elektromobilität Swiss eMobility und spricht gar von «aktiver Verhinderungspolitik». Das hält unsere Genossenschaft aber nicht davon ab voranzugehen und die Flotte weiter auf Elektroantriebe umzustellen.
Ende 2025 fahren 707 der insgesamt 3’260 Autos rein elektrisch. Das entspricht einem Anteil von 22 Prozent. Diese Fahrzeuge sind auf 365 elektrifizierte Standorte verteilt. 70 Standorte konnten im vergangenen Jahr neu mit Ladestationen versehen werden.
Erfreulich ist, dass sich die Mobility-Kundschaft gegenüber der nachhaltigen Antriebsform offen zeigt: Im Geschäftsjahr 2025 sind rund 20 Prozent aller Fahrten mit E-Autos absolviert worden.
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Trotzdem bleiben die Herausforderungen bei der Umstellung hoch. Zwar sinken die Preise der Automodelle langsam, und in den nächsten Jahren kommen endlich mehr elektrische Kompaktwagen auf den Markt. Aber beides passiert langsamer, als vor ein paar Jahren angenommen. Auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur stellt nach wie vor viel Arbeit für Mobility dar. Ein Beispiel: Die Realisierung eines Parkplatzes für ein E-Auto dauert in der Regel ein halbes Jahr.
Auch deshalb hat Mobility im Frühling 2025 ein Projekt gestartet, um zu sehen, wie Elektroautos ohne eigene Ladestation geteilt werden können. Die Nutzenden laden dabei unterwegs – genauso, wie das beim Tanken seit Jahren der Fall ist. Den Gedanken dahinter erklärt Dominik Moor, Projektleiter bei Mobility: «Die öffentliche Ladeinfrastruktur wird immer besser. Das Pilotprojekt soll zeigen, inwiefern diese Infrastruktur in die Nutzung von Mobility-Fahrzeugen einbezogen werden kann.» Die Zeit dafür sei reif: Denn es gibt inzwischen mehr als doppelt so viele Ladestandorte wie Tankstellen in der Schweiz, die Batterietechnologie verbessert sich laufend, und die Kund:innen haben in den letzten Jahren viele Erfahrungen mit Elektroautos gemacht.

Das Projekt lief zuerst mit 13 Standorten und wurde ab Herbst 2025 durch drei weitere Fahrzeuge in der Romandie erweitert. Nutzende, die ein solches Autos unterwegs luden, erhielten im Gegenzug Fahrtengutschriften. Zudem half eine freiwillige Gruppe von «Loading Angels», falls der Ladestand eines Autos unter eine bestimmte Marke fiel. Ein schönes Beispiel, wie sich die Community untereinander hilft und der Genossenschaft neue Erkenntnisse ermöglicht.
Auch Genossenschafter Remo Streich hat beim Projekt mitgemacht, «weil es wichtig ist, E-Autos als DAS zukünftige nachhaltige Fortbewegungsmittel bei Mobility zu pushen. E-Carsharing ohne Ladestationen hat eine Zukunft, da E-Autos durch den technologischen Fortschritt immer grössere Reichweiten erzielen, immer schneller geladen werden können und es laufend mehr und leistungsstärkere öffentliche Ladestationen gibt.»
Ein weiterer Genossenschafter, der im Projekt mitgewirkt hat, ist Peter Frischknecht. Er war vorab kritisch, ob ein reibungsloser Ablauf von E-Autos ohne eigene Ladestation funktionieren kann. «Im Austausch habe ich einiges dazugelernt, sodass ich mir jetzt solche Standorte mit flankierenden Massnahmen vorstellen kann.»
Inzwischen liefert das Projekt erste Erkenntnisse. So zeigt sich, dass Nutzende durchaus bereit sind, E-Autos an öffentlichen Ladestationen zu laden. Und dass mithilfe der Community leere Batterien praktisch vermieden werden können. Im Gegenzug lösen die E-Autos ohne Ladestation gewisse Unsicherheiten aus, was sich in einer tieferen Nutzung im Vergleich mit anderen E-Auto-Standorten zeigt.
«Wir können mit Sicherheit sagen, dass alle unsere Elektrofahrzeuge mit 100 Prozent erneuerbarem Strom unterwegs sind.»

Für Mobility ist es wichtig, die Unsicherheiten und Berührungsängste gegenüber Elektroautos zu reduzieren. Deshalb achtet die Genossenschaft darauf, bei allen grösseren Standorten jeweils sowohl elektrische als auch fossile Fahrzeuge anzubieten. Darüber hinaus organisiert Mobility dieses Jahr in den grössten Schweizer Städten Schulungen für Kund:innen, die im sicheren Rahmen erste Erfahrungen mit E-Autos machen möchten. Mobility stellt dafür die Rahmenbedingungen und die Coaches kommen aus der Community. Erste Erfahrungen mit zwei Test-Schulungen 2025 waren durchwegs positiv.
Wir suchen Leute, die bereits Erfahrungen mit E-Autos gemacht haben und ihr Wissen als Carsharing Coach an Events an die Mobility-Community weitergeben.
Zum FormularMobility kann heute noch nicht sicherstellen, dass bei allen Ladestationen einzig erneuerbarer Strom fliesst. Aus diesem Grund hat die Genossenschaft im letzten Jahr 20 Prozent des verbrauchten Stroms mit Stromzertifikaten der Energie Wasser Luzern (ewl) aufgewertet. Roland Beyeler, Verantwortlicher Nachhaltigkeit bei Mobility, sagt: «Dadurch können wir mit Sicherheit sagen, dass alle unsere Elektrofahrzeuge mit 100 Prozent erneuerbarem Strom unterwegs sind.»