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Umweltbericht 2025

Zum Geschäftsbericht 2025

1 Einleitung

Carsharing ist Nachhaltigkeit

Die Mobility Genossenschaft räumt der Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert ein – seit fast drei Jahrzehnten. Schliesslich sagt schon unsere Mission:

«Als Genossenschaft sind wir unserem Zweckartikel verpflichtet. Dieser besagt, dass wir unserer Community nachhaltige Mobilität zur Verfügung stellen – als ökologische und ökonomische Alternative zum Privatauto.»

Die geteilte Mobilität ist ein wichtiger Teil der Lösung, um unsere Welt nachhaltiger zu gestalten. Schliesslich stammt über ein Drittel der CO₂-Emissionen in der Schweiz aus dem Verkehr (ohne die internationale Luftfahrt). Carsharing verringert die Emissionen, schafft Raum und entlastet die Strassen. Denn 1 Mobility ersetzt im Schnitt 18 Privatautos. Entsprechend wichtig ist es, diesen Effekt zu skalieren.

Eine Massnahme dazu ist, Carsharing verstärkt in die Firmenmobilität einzubinden. 5’700 Geschäftskunden setzen inzwischen auf Mobility. Deren Mitarbeitende können inzwischen ganz einfach zwischen Privat- und Geschäftsnutzung hin und her wechseln.

Die Firmenmobilität in der Schweiz darf und soll noch grüner werden. Deshalb ist Mobility Ende 2025 als eines der ersten Unternehmen der Initiative MoveSmart beigetreten. Mit der Unterzeichnung der Charta der Initiative verpflichten wir uns, nachhaltige Mobilitätsformen innerhalb unseres Unternehmens zu fördern.

Das Ziel für Mobility ist klar: Netto-Null bis 2040. Der grösste Hebel liegt dabei in der Umstellung auf E-Autos. Nicht von heute auf morgen, aber beständig. Bereits sind 707 Fahrzeuge mit Elektroantrieb unterwegs. Zwar haben nach wie vor einige Kundinnen und Kunden Berührungsängste. Aber diese werden stetig kleiner – auch dank unserer Community, die sich gegenseitig unterstützt.

Viel Spass mit dem nachfolgenden Umweltbericht 2025.

2 Der Mobility-Effekt

So nachhaltig ist Carsharing

Mobility will das Carsharing-Angebot in den nächsten Jahren stark ausbauen, damit noch viel mehr Menschen die Vorteile der geteilten Mobilität wahrnehmen und ihr Verhalten ändern – zugunsten der Umwelt. Denn eines ist klar: Ein Privatauto verbraucht viele Ressourcen bei der Produktion, besetzt wertvollen öffentlichen Raum und steht dennoch im Schnitt 23 Stunden pro Tag rum.

Carsharing wiederum ist Teil einer Kreislaufwirtschaft und hat viele bewiesene positive Wirkungen:

1 zu 18

Durchschnittlich ersetzt 1 Mobility-Auto 18 Privatwagen. Hochgerechnet sind dies 40’000 Fahrzeuge in der Schweiz. Hier geht’s zur Studie.

Motorisierungsgrad

73 Prozent der Mobility-Nutzenden leben in einem Haushalt ohne Auto. 15 Prozent geben zudem an, mindestens ein Auto dank des Mobility-Angebots abgeschafft zu haben.

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der Mobility-Nutzenden leben in einem Haushalt ohne Auto

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1 Mobility-Auto ersetzt 18 Privatfahrzeuge

Mobilitätsverhalten

Menschen, die Carsharing nutzen, sind weniger oft mit dem Auto unterwegs. 92 Prozent der Mobility-Nutzenden besitzen ein ÖV-Abo. Und laut dem Bundesverband Carsharing nutzt ein Drittel der deutschen Carsharing-Kund:innen öfter Velo, 40 Prozent nutzen öfter Busse und Bahn und 70 Prozent fahren weniger Auto. Ein dichtes Carsharing-Angebot begünstigt nachhaltiges Mobilitätsverhalten. Deshalb baut Mobility die Standorte weiter aus.

CO2-Ausstoss

Die Mobility-Flotte benötigt 20 Prozent weniger Treibstoff als der Schnitt der Schweizer Autos. Auch der CO₂-Ausstoss unserer Autos ist deutlich tiefer: Dieser lag 2025 durchschnittlich bei 86.2 g/km (Vorjahr: 92.6 g/km), wobei die Transporter nicht mitgerechnet werden. Zum Vergleich: Die CO₂-Emissionen von Schweizer Neuwagen lagen 2024 im Schnitt bei 113.9 g/km.

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G/km: der Ø CO₂-Ausstoss der Mobility-Flotte

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Weniger Autos dank Mobility
Vorher-nachher-Vergleich einer Stadtstrasse in Zürich: links mit parkenden Autos, rechts verkehrsberuhigt mit mehr Platz für Velos, Fussgänger:innen und Begrünung in einer 30er-Zone.
In Zürich ersetzt 1 Mobility-Auto 21 Privatautos.
Vorher-nachher-Vergleich einer Quartierstrasse in Basel: links dicht beparkt, rechts umgestaltet mit Grünflächen, Sitzbereichen und mehr Raum für Fussgänger:innen.
In Basel ersetzt 1 Mobility-Auto 23 Privatautos.
Vergleich einer Stadtstrasse in Genf mit vielen parkierenden Autos und einer begrünten Begegnungszone mit mehr Platz für Menschen.
In Genf ersetzt 1 Mobility-Auto 21 Privatautos.
Vorher-nachher-Vergleich einer Wohnstrasse in Bern: links mit vielen parkenden Autos, rechts verkehrsberuhigt mit Bäumen, Velos und Begegnungszone für Anwohner:innen.
In Bern ersetzt 1 Mobility-Auto 15 Privatautos.
Nutzende und E-Autos:
Eine wachsende Freundschaft
Zum Artikel

3 Cause We Care

Kund:innen investieren in Klimaschutz

Seit mehreren Jahren können Mobility-Kundinnen und -Kunden freiwillig einen Klimabeitrag leisten. Schliesslich verursacht auch die geteilte Mobilität CO₂-Emissionen. Pro gefahrenen Kilometer spenden sie drei Rappen an das Programm «Cause We Care» und Mobility verdoppelt den Betrag auf sechs Rappen.

Mobility-Kundinnen und -Kunden nutzen diese Möglichkeit häufig: Sie haben im Geschäftsjahr 2025 bei 43 Prozent aller gefahrenen Kilometern einen Klimabeitrag geleistet. Mobility und die Nutzenden haben somit im letzten Jahr gemeinsam 1.3 Millionen Franken in den «Cause We Care»-Fonds einbezahlt.

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Franken flossen 2025 in den «Cause We Care»-Fond

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der gefahrenen km erhalten einen Klimabeitrag

Fonds fliesst in Elektrifizierung und zwei Projekte

Die Stiftung myclimate überwacht die zweckgebundene Verwendung der Mittel. Drei Viertel investiert Mobility in die betriebliche Nachhaltigkeit, ein Viertel fliesst in nationale und internationale Klimaschutzprojekte.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Elektrifizierung der Carsharing-Flotte. Denn Mobility will in den kommenden Jahren alle Fahrzeuge auf Elektroantrieb umstellen. Damit reduziert die Genossenschaft ihre CO₂-Emissionen deutlich und kommt ihrem Ziel näher, Netto-Null zu erreichen.

Über myclimate unterstützt Mobility zudem zwei Projekte: eines in der Schweiz, eines in Madagaskar. In Madagaskar fördert die Organisation ADES seit 2001 Solar- und Energiesparkocher. Diese senken den Verbrauch von Holz und Holzkohle und wirken der Abholzung entgegen. In Graubünden finanziert Mobility eine klimaoptimierte Waldbewirtschaftung in der Region Prättigau/Davos. Durch den freiwilligen Verzicht auf Holznutzung bleibt mehr CO₂ im Wald gebunden.

So kann gespendet werden

Wer einen Klimabeitrag an seine Carsharing-Fahrten leisten möchte, kann dies zum Beispiel via Mobility-App tun: Kästchen «Cause We Care» anklicken. So werden ab dieser Fahrt zukünftig drei Rappen pro Kilometer zusätzlich verrechnet. Alternativ kann man im Kundenportal via Webseite unter Zusatzangebote die generelle Zusatzverrechnung anwählen.

Ricardo Perrini mit Headset sitzt im Büro vor einem Bildschirm und spricht lächelnd während eines Kundengesprächs.

Ricardo Perrini — SCHICHTLEITER 24H-DIENSTLEISTUNGSCENTER

«Ich arbeite gerne bei Mobility, weil ich die Idee der geteilten Mobilität sinnvoll und zukunftsorientiert finde.»

Geschäftskunden erhalten eine nachhaltigere Mobilität
Zum Artikel

4 Mobilitys Treibhausgasbilanz

Mehr Transparenz durch neue Methodik

Mobility erstellt jährlich eine Treibhausgasbilanz, um die eigenen Klimaauswirkungen systematisch zu erfassen und gezielt zu reduzieren. 2025 wurde die Methodik in Zusammenarbeit mit myclimate weiterentwickelt und die Datenbasis verbessert. Neu weisen wir unsere Treibhausgasbilanz nach den Minimum-Boundary-Systemgrenzen gemäss GHG Protocol aus. So werden beispielsweise die in Fahrzeugen gebundenen Emissionen nicht mehr mit statistischen Durchschnittswerten den Treibstoffemissionen zugerechnet, sondern über die Scope-3-Kategorien «Investitionsgüter/Capital Goods» (Kategorie 2) sowie «End-of-Life-Behandlung verkaufter Produkte» (Kategorie 12) ausgewiesen. Damit bildet unser Unternehmen die tatsächlich verursachten Emissionen vollständiger und ehrlicher ab.

Mobility verantwortet im vergangenen Jahr 18’512 t CO₂e*. Gegenüber Vorjahr ist das ein Anstieg von 7’121 t CO₂e. Ein Teil dieses Anstiegs ist auf die methodische Anpassung zurückzuführen. Gleichzeitig wirkte sich das Wachstum von Mobility auf diese Zahlen aus: So spiegelt sich die vergrösserte Flotte an Fahrzeugen genauso darin wie der Anstieg an gefahrenen Kilometer durch unsere Kund:innen.

* CO₂-Äquivalente (CO₂e) sind eine Masseinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase. Neben dem wichtigsten von Menschen verursachten Treibhausgas Kohlendioxid (CO₂) gibt es weitere Treibhausgase wie beispielsweise Methan oder Lachgas.

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Tonnen CO₂ hat Mobility 2025 bilanziert

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Tonnen CO₂ will Mobility bis 2030 einsparen

Nachhaltige Mobilität skaliert

Mobility verfolgt weiter das Ziel, Emissionen konsequent zu senken und gleichzeitig die Wirkung von geteilter Mobilität zu vergrössern. Carsharing ist per se ein ressourcenschonendes Mobilitätsmodell: «Mehr Carsharing und weniger Privatautos haben einen unmittelbaren positiven Effekt auf die resultierenden Emissionen aus dem motorisierten (Individual-)Verkehr», sagt Roland Beyeler. Denn ein Mobility-Auto ersetzt im Schnitt 18 private Autos. Je mehr Menschen bestehende Fahrzeuge teilen, statt eigene Autos zu besitzen, desto grösser ist der Beitrag zu einer effizienteren und flächenschonenderen Mobilität. Wachstum ist für Mobility deshalb nicht Selbstzweck, sondern Teil der Nachhaltigkeitslogik. Der Verantwortliche Nachhaltigkeit bei Mobility ergänzt: «Das Wachstum kann in unserer eigenen Mobility-Treibhausgasbilanz zu höheren absoluten Emissionen führen. Dies ist aber kein Widerspruch, sondern Ausdruck davon, dass nachhaltige Mobilität skaliert wird.»

«Mehr Carsharing und weniger Privatautos haben einen unmittelbaren Effekt auf die Emissionen aus dem motorisierten (Individual-)Verkehr.»
Roland Beyeler — NACHHALTIGKEITSVERANTWORTLICHER
Roland Beyeler lehnt an einem Tisch im Büro, trägt ein helles Hemd und lächelt in die Kamera.

Wachsen, skalieren und elektrifizieren

Mobility hat sich vor drei Jahren der «Science Based Targets initiative (SBTi)» angeschlossen und zum Ziel bekannt, die eigenen Emissionen bis 2030 gegenüber 2019 zu halbieren. Die Genossenschaft arbeitet deshalb weiter daran, Emissionen dort zu senken, wo der Hebel am grössten ist: bei der Flotte, bei der Elektrifizierung und bei der weiteren Stärkung eines Mobilitätsmodells, das Besitz durch Teilen ersetzt. So verbindet Mobility Klimaverantwortung mit dem Anspruch, nachhaltige Mobilität für immer mehr Menschen zugänglich zu machen.

SBTI: über 260 Schweizer Unternehmen sind dabei

Die «Science Based Targets initiative» ist ein etablierter Standard für unternehmerische Klimaziele. Weltweit haben sich mehr als 11’500 Firmen der Initiative angeschlossen, in der Schweiz sind es über 260. Die Unternehmen verpflichten sich unter anderem, ihre jährlichen Emissionen der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Mehr zu SBTi gibt’s hier.

Tabellen-Grafik: Mobility hat sich zu diesem Absenkpfad der Emissionen verpflichtet.

Quelle: SBTi

Mirjam Kara in einer roten Jacke, lächelnd an ein Möbel im Büro von Mobility gelehnt.

Mirjam Kara — SALESFORCE TECHNICAL CONSULTANT

«Ich schätze den offenen Austausch im Team und die ehrliche, respektvolle Zusammenarbeit – dadurch entsteht ein Arbeitsumfeld, in dem man sich wohlfühlt.»